Das Zappelphilipp-Syndrom
Das Aufmerksamkeits-Defizit-Syndrom, kurz ADS, ist eine Störung, die meist bei Kindern, seltener auch bei Jugendlichen auftritt. In der Regel zeigt sich die Krankheit schon im frühen Kindesalter. Nach heutigen Schätzungen lässt sich die Zahl der Betroffenen auf ca. 50.000 Kinder und Jugendliche beziffern, nicht eingerechnet diejenigen, die an ADHS leiden. Von ADS und ADHS sind häufiger Jungen als Mädchen betroffen. Umgangssprachlich wird ADS auch als Zappelphilipp-Syndrom bezeichnet.
Unterscheidung nach dem Ausmaß der Störung
Nach dem Ausmaß der Störung wird zwischen Aufmerksamkeits-Defizit-Syndrom (ADS) und Aufmerksamkeits-Defizit-Hyperaktivitäts-Syndrom (ADHS) unterschieden. ADHS ist die zweite Stufe von ADS und wird so bezeichnet, wenn die Störung länger als ein halbes Jahr anhält. Hier werden die Probleme des Kindes insbesondere in der Gruppe deutlich.
Woran lässt sich ADS erkennen?
ADS erkennen ist nicht leicht. Symptome für die Krankheit sind: Die Betroffenen können sich nicht konzentrieren und träumen oft am Tage. Des Weiteren sind die betroffenen Kinder und Jugendlichen sehr begeisterungsfähig für alles Neue, fallen durch ihre Impulsivität und Redebedürftigkeit auf. Weitere Kennzeichen für ADS können Gefühlschwankungen und gesteigerte Aggressivität sein. Die Ursachen für die Störung können genetische Faktoren sein aber auch das soziale Umfeld kann eine Rolle spielen. Des Weiteren ist es möglich, dass die verschiedenen Gehirnabschnitte des Kindes nicht optimal zusammenarbeiten.
Therapie
Das Wichtigste bei ADS ist, dass die Krankheit frühzeitig erkannt und behandelt wird. Grundsätzlich ist es für eine Therapie wichtig, dass die Eltern, Lehrer und Geschwister mit einbezogen werden. Des Weiteren werden oft Antidepressiva und Stimulanzen angewendet, die als Ergänzung der Therapie anzusehen sind. Ein Beispiel für solch eine Substanz wäre Ritalin.
Wenn die Krankheit nicht behandelt wird
Eine Nichtbehandlung von ADS bzw. ADHS kann im Verlauf der folgenden Jahre zu schwerwiegenden Persönlichkeitsveränderungen des Betroffenen führen. Deshalb ist oft eine lebenslange und konsequente Behandlung nötig. Tatsache ist, dass mehr als 10 Prozent der Betroffenen noch im Erwachsenenalter die ADS-Symptome zeigen, weil sie nie richtig therapiert wurden. Restsymptome der Krankheit können aber bei allen Betroffenen erhalten bleiben.
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